Mt. Ijen auf eigene Faust – oder doch lieber eine Tour?

Wie ihr seht richtet sich dieser Artikel an alle die überlegen, während ihres Indonesien Urlaubs den Mt. Ijen zu besteigen. Ist man auf Java oder Bali unterwegs, sollte man sich diesen Vulkan auf jeden Fall ansehen. Nachts kann man das einzigartige blaue Feuer bestaunen, am Tag eine spektakuläre Landschaft. Ich gebe euch Info´s zu den Kosten, sowie die Vor- und Nachteile bei einer geführten Tour oder einem Trip auf eigene Faust. Am Ende gebe ich euch noch Tipps zu Unterkünften in der Umgebung, wie ich selbst den Mt. Ijen am liebsten sehe und was man sonst noch in der Umgebung erleben kann.

  1. Die geführte Tour
    Die meisten Urlauber buchen eine Tour über ihre Unterkunft. Das ist die beste und sicherste Art eine Tour zu buchen. Bitte bucht keine Tour am Hafen. Hier ist das Risiko groß über den Tisch gezogen zu werden. Manche buchen auch eine Tour von Bali aus. Keine gute Idee, da meist zu teuer und während der Tour muss für manche Sachen oft extra bezahlt werden. Kommt nach Banyuwangi, nehmt euch ein Zimmer und bucht hier eure Tour. Eine günstige Tour fängt bei 350.000 IDR pro Person an. Das sind aktuell ca. 22 €.
    Bei diesem Preis sollte folgendes dabei sein:
    Der Transport hoch zum Parkplatz am Mt. Ijen und zurück zu eurer Unterkunft, der Eintritt zum Naturpark (100.000 IDR an Wochentagen und 150.000 IDR am Wochenende), lokaler englisch sprechender Guide, Taschen- oder Stirnlampe, Atemschutzmaske.
    Ihr werdet in der Regel um Mitternacht an eurer Unterkunft abgeholt. Die Fahrt zum Parkplatz des Mt. Ijen dauert ca. 1 Stunde. Für die Strecke zu Fuß hoch zum Kraterrand benötigt ihr ca. 1 Stunde und hinunter in den Krater zum blauen Feuer ca. 30 Minuten. Insgesamt also zwischen 1,5 und 2 Stunden für die einfache Strecke.Vorteile: Ihr braucht euch um nichts zu kümmern, alles ist dabei.Nachteile: Zeitlich unflexibel und höhere Kosten.
  2. Tour auf eigene Faust
    Das ist absolut kein Problem, sofern man sich zutraut hier einen Roller zu fahren und etwas abenteuerlustig ist. Für den Roller benötigt ihr in Indonesien einen internationalen Führerschein. Ihr benötigt eine warme Jacke. Bei Temperaturen von 10 Grad und etwas Feuchtigkeit wird es sehr frisch auf dem Roller. Die Miete kostet pro Tag ca. 70.000 IDR. Eine Taschenlampe und Atemschutzmaske könnt ihr in eurer Unterkunft, oder direkt am Mt. Ijen ausleihen. Kostet ca. 25.000 IDR. Den Eintritt zum Naturpark müsst ihr vor Ort am Mt. Ijen bezahlen. Einen Guite benötigt man nicht. Der Weg ist einfach zu finden. Verlaufen ist quasi unmöglich. Einfach nur den vielen anderen Touristen hinterher.
    Bei 2 Personen auf dem Roller sind das an einem Wochentag also insgesamt max. 350.000 IDR. Im Vergleich zur geführten Tour also nur die Hälfte.

    Vorteile:

    Günstiger, ihr seid zeitlich flexibel und unabhängig, die Fahrt am Morgen zurück durch den Regenwald und die Plantagen ist traumhaft schön. Ihr könnt jederzeit anhalten um Fotos zu machen, oder an einem der vielen Warungs einen Kaffee trinken. Macht man einen Stopp im Cloudforest, das ist der Regenwald über 1000 Meter höhe mit seinen riesigen Baumfarnen, kann man mit etwas Glück die Rufe der Gibbons hören. Sehen werdet ihr diese wunderschönen und scheuen Affen aber wahrscheinlich nicht.Nachteile:
    Die Fahrt bei Nacht mit dem Roller zum Mt. Ijen ist nicht ganz ungefährlich und kalt. Es ist stockfinster, oft sind große Löcher im Asphalt, besonders bei Regen ist die Straße oft rutschig, generell sehr kurvig und teilweise sehr steil.
    Ich liebe diese Strecke 😉 
  3. Mein Tag am Ijen
    Ich persönlich besuche den Vulkan lieber am Tag. Das hat folgende Gründe:
    – Nachts ist wirklich viel los. Eine schier endlose Menschenschlange pilgert hinunter zum blauen Feuer.
    – Ich finde das blaue Feuer nicht sooo spektakulär. Oft sieht man es nur kurz, manchmal auch gar nicht. Mit ein bisschen Glück kann man aber ein paar gute Fotos machen.
    – Am Tag ist wenig bis nichts los. Ich starte am Parkplatz spätestens um 9:00 Uhr.
    – Man sieht die wunderschöne Umgebung des Mt. Ijen.
    – Wenn man am Kraterrand weiter nach oben steigt, kann man spektakuläre Fotos vom See und dem Schwefelabbau machen.
    – Man kann ungestört Fotos von den „Miners“, den Arbeitern beim Schwefelabbau machen. Ohne andere Touristen auf dem Foto !
    Wenn man nicht zum See oder zum Schwefelabbau in den Krater geht, benötigt man nicht unbedingt eine Atemschutzmaske.
    – Da man auf der Rückfahrt zur Unterkunft nicht so übermüdet ist, kann man noch einen Wasserfall oder eine der vielen Plantagen besuchen.
  4. Meine persönlichen Tipps
    – Packt eine dünne Regenjacke ein. Wie in jedem hohen Gebirge kann es von einem klaren Himmel zum Regenschauer sehr schnell gehen. In den tropischen Bergen noch schneller als in Europa. Zu dem schützt euch die Jacke am Kraterrand vor dem kühlen Wind.
    – Hikingsticks, also Wanderstöcke sind ein gutes Hilfsmittel. Der Weg ist teilweise steil und bei Feuchtigkeit oder gar Regen extrem rutschig.
    – Wenn ihr die Tour mit dem Roller macht, tankt vorher voll. Ihr benötigt viel Kraftstoff für die steile Auffahrt und es gibt keine Tankstellen.
    – Bei Regen extrem vorsichtig fahren. Pflanzen, Bäume oder Erde kann hinter jeder Kurve auf der Straße liegen.Eine wirklich sehr gute Unterkunft die ich ruhigen Gewissens empfehlen kann:
    Banyu homestay, http://www.banyuhomestay.com/index.php/HomestayBanyuwangi
    Sie liegt direkt an der Straße zum Mt. Ijen. Das Personal ist extrem hilfsbereit und spricht englisch. Vom Roller bis zur Tour kann man hier alles haben. Die Preise sind günstig und fair. Auf Anfrage wandert das Personal mit euch durch den Dschungel hinter dem Dorf und erklärt euch die vielen Früchte- und Gemüsesorten die hier alle wild wachsen. Kostenlos!
    Eine sehr saubere, familiäre und entspannte Unterkunft.Die Umgebung ist mehr wert als nur eine Übernachtung. Leiht euch einen Roller und erkundet die kleinen Straßen zwischen Banyuwangi und dem Mt. Ijen. Unzählige Reisterrassen, Dschungel, Kaffee-, Gewürznelken- und Kautschukplantagen, Wasserfälle, kleine authentische Dörfer, Kinder und auch alte Menschen winken einem freundlich zu und immer wieder atemberaubende Ausblicke rüber nach Bali.
    Ein paar Kilometer weiter nach Süden findet man Überreste der alten Königskulturen die in keinem Reiseführer zu finden sind.
    Hat man genügend Zeit, kann man noch einen Tagesausflug zum Baluran Nationalpark oder Red Island machen.

Wenn ihr Fragen habt oder noch Tipps braucht, einfach über das Kontaktformular bei mir melden.

Viel Spaß am Mt. Ijen und in der Umgebung von Banyuwangi !

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